Samstag, 17. Februar 2018

Lehrauftrag an der HMTM Hannover

Im Sommersemester 2018 halte ich als Lehrbeauftragter eine Vorlesung am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Es wird um die Entstehung und Entwicklung des Rundfunks in Deutschland gehen - bis hin zur digitalen Gegenwart.



Nach dem Institut für Publizistik in Mainz, dem Institut für Kommunikationswissenschaft in Dresden und der Dresden International University ist das IJK meine vierte Lehrstation.


Mittwoch, 31. Januar 2018

Zeit im Leserbeirat der Sächsischen Zeitung endet nach zwei Jahren

Nach zwei Jahren als 'Transmissionsriemen für konstruktive Kritik' an der Sächsischen Zeitung endete gestern meine Amtszeit als Leserbeirat.


Als Bilanz kann ich festhalten: Bei der Sächsischen Zeitung arbeiten Profis - aber das allein reicht nicht aus, um den Ansprüchen der Leserbeirats-Mitglieder (und auch vieler Leser) zu entsprechen.

Das liegt zu einen daran, dass die Ansprüche sehr verschieden sind. Manche wünschen sich 'ihre' Lokalredaktion als begleiter politischer Arbeit, andere als Alltagsschnüffler, wieder andere als Ersatz für eigene Recherche und eigenes Engagement. Während ich oft Schleichwerbung in Artikeln vermute (und der Presserat mir Recht gab) und die Faktenfülle mitunter für dürftig erachte, wünschen sich andere mehr 'Unterstützung' für Events und Aktionen. Das mache die jeweiligen Region stolz.

Zum anderen kann eine begrenzte Anzahl von Journalisten auch nur eine begrenzte Anzahl von Themen und Entwicklungen auf dem Schirm haben. Dass sich deren Zahl nicht vergrößert, liegt am Lesermangel, am Anzeigenschwund und all den anderen bekannten Gründen für die Zeitungskrise. Ich habe gelernt, meine Ansprüche an die Sächsische Zeitung herunterzuschrauben - was aber nicht heißt, dass ich mich nicht mehr ärgern werde (oder dem Presserat schreibe). Davor werde ich aber erstmal den Weg des Leserbriefes wählen.

Man darf sich also nichts vormachen: Die Sächsische Zeitung arbeitet konzentriert, qualitätsbewusst und mit modernen Methoden an ihrem Fortbestehen. Ein Beispiel dafür ist der Leserbeirat. Allerdings ist sie mit ihrer Verankerung in Sachsen und mit ihrer speziellen Leserschaft eben auch nicht völlig frei in der Wahl ihrer Mittel.

Immer weniger Menschen halten Journalisten für Lügner

Das ist das Ergebnis der Publizistikwissenschaftler aus Mainz, die mittels Repräsentativbefragungen ein wieder wachsendes Medienvertrauen feststellen.

Aber noch ist viel zu tun:

"38 Prozent der Deutschen glauben irrtümlich, dass Journalisten berichten dürften, was sie wollen, weil es keine gesetzlichen Schranken gäbe. Insgesamt zeigt die Mainzer Studie, dass zwar die Mehrheit der Bevölkerung über ein in wichtigen Punkten zutreffendes Verständnis vom Journalismus verfügt. Gleichwohl existieren hier große Potenziale für Medienbildung und Aufklärungskampagnen. Infolge der Debatte über eine vermeintliche „Lügenpresse“ haben Wissenschaftler und Journalisten angemahnt, den Menschen das journalistische Handwerk besser zu erklären, um das Vertrauen in die Medien zu stärken. Die Daten der Mainzer Forscher zeigen, dass dieser Vorschlag gut begründet ist: Vor allem Menschen, die über wenig Medienwissen verfügen, stehen den etablierten Medien besonders kritisch gegenüber. Wer zum Beispiel fälschlicherweise glaubt, Journalisten müssten ihre Berichte vor der Publikation von Behörden prüfen lassen oder der Staat würde darüber entscheiden, wer in Deutschland Journalist werden dürfe (jeweils 11 Prozent der Befragten), schenkt den Medien auch kein Vertrauen."
 Schön aufbereitet findet man weitere wichtige Ergebnisse hier als PDF.

Freitag, 12. Januar 2018

Jetzt im Handel: Journalistische Darstellungsformen im Wandel

Es wiegt 644g und kostet beachtliche 69,99 EURheute ist das Buch zu meiner Dissertation (Zusammenfassung) erschienen.


http://christianschaeferhock.blogspot.de/2017/12/dissertation-erschienen-journalistische.html

Man kann es direkt beim Verlag Springer VS kaufen, oder natürlich bei amazon, buecher.de oder im Buchladen an der Ecke.

Bei Google Books kann man sich ein paar Passagen kostenfrei durchlesen.

Das eBook kostet 'nur' 54,99 EUR.

Studierende und Wissenschaftler können sich das Buch über ihre ansässige Universitätsbibliothek herunterladenoder, ganz klassisch, dort ausleihen. Ersteres geht z. B. bei der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB), letzteres in der Deutschen Nationalbibliothek.

Auch schön: die Werbeflyer für das Buch von Springer VS

Samstag, 30. Dezember 2017

Dissertation erschienen: Journalistische Darstellungsformen im Wandel

Ab heute ist meine Dissertation als eBook beim Verlag Springer VS erhältlich.

https://doi.org/10.1007/978-3-658-20696-3



Das Buch umfasst 501 Seiten und lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:


Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Entwicklung und Veränderung Journalistischer Darstellungsformen in Tageszeitungen – in historischer Betrachtung, aber vor allem im Zeitraum von 1992 bis 2012. In einem ersten Schritt wurden theoriegeleitete und theorieferne Definitionsansätze zur Bestimmung des Begriffs ‚Journalistische Darstellungsform‘ aus (alten und neuen) Quellen aus Deutschland und auch aus anderen Ländern gesichtet und nach Abgrenzung von anderen Zeitungstextmerkmalen und theoretischen Konzepten zur Erarbeitung einer Definition genutzt. In einem zweiten Schritt wurden die historischen Bedingungs-faktoren betrachtet, die bei der Entstehung der Darstellungsformen gewirkt und ihre Entwicklung über die Jahrhunderte bis in die Gegenwart beeinflusst haben. In einem dritten Schritt wurden zwölf Experten aus Zeitungs-, Zeitschriften- und Nachrichtenagenturredaktionen in Deutschland leitfadengestützt interviewt, um den aktuellen Umgang mit den Darstellungsformen besser zu verstehen, Innovationen zu ermitteln und auch nach den Gründen für diese zu fragen. Aufbauend auf diese ersten drei Schritte ließ sich ein modellhaftes Schema aufstellen, das die wichtigsten Bedingungsfaktoren bei der Entwicklung Journalistischer Darstel-lungsformen stichwortartig festhält. Im vierten Schritt wurde nach einer Kritik bisher vorliegender Studien eine eigene quantitative Inhaltsanalyse von vier Tageszeitungen aus Deutschland (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Die Welt, Allgemeine Zeitung Mainz) konzipiert, durchgeführt und ausgewertet. Dabei wurden erstmals die einzelnen Stilmittel der Darstellungsformen getrennt voneinander erhoben. Mittels einer Clusteranalyse konnten dann aus 1.734 Zeitungsartikeln elf Typen von Darstellungs-formen identifiziert werden, die abseits der Lehrbuchwirklichkeit in der Realität des Zeitungsjournalismus in Deutschland wirklich vorkommen. Gänzlich neu ist der ‚umfassend gestaltete Lokalaufmacher‘. Die Vielfalt genutzter Formen hat im Zeitverlauf zugenommen. Lehrbuchregeln zum Schreiben der Formen verlieren an Bedeutung, wenngleich nach wie vor baukastenartige Schreibschemata zutage treten. Die Zeitungsbeiträge sind im Durchschnitt länger, tiefgründiger und meinungshaltiger geworden. Sie werden heute mehr als früher portioniert und visuell aufbereitet. Die vier untersuchten Zeitungen haben jeweils eine eigene ‚redaktionelle Handschrift‘ und entfernen sich diesbezüglich über die Zeit hinweg voneinander. Bei den Ressorts zeigt sich der umgekehrte Trend. Die Vielfalt der Formen wird, so die Prognose, ebenso zunehmen wie das Baukastens-chema. Mehr Meinung wird als Problem bewertet, weil sie dem Vertrauen in den Zeitungsjournalismus abträglich zu sein scheint.

Dem eiligen Leser seien die Kapitel 1.2, 3.3, 4.3, 6.2.4 und 7.1 empfohlen.

Noch ist das Buch nicht im Handel und in den wissenschaftlichen Bibliotheken des Landes erhältlich. Sobald es soweit ist, gibt es eine Meldung.


Samstag, 2. Dezember 2017

Kinderbuch für den Advent

WERBUNG: Wer für seine Kinder (3-6 Jahre alt) noch 24 Gutenachtgeschichten für den Advent sucht, der sollte sich das Güterzug-Buch von Mechthild Hock besorgen (gibt es auch als eBook). Es ist 'kindergartengeprüft' und absolut lesenswert!


http://www.bod.de/buch/mechthild-hock/die-geschichten-vom-kleinen-gueterzug/9783734739750.html

Sonntag, 12. November 2017

#ifpbc17

Über 100 Teilnehmer haben vor einer Woche beim IfP-Alumni-BarCamp (#ifpbc17) in sieben Sessions die Zukunft der Alumni-Arbeit des Instituts für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universitität Mainz erarbeitet. Dabei waren neben den Alumni auch viele Mitarbeiter und Studierende.


Als aktueller Vorsitzender des Vorstands der Alumni-Stiftung der Mainzer Publizisten habe ich zusammen mit Viola Granow die Sessions 'Walk of Fame – Karrierepfade erkunden' moderiert. Wir haben viele gute Wege gefunden, den Austausch über Karrierethemen zukünftig mehr an den Wünschen der Teilnehmer auszurichten. Insgesamt haben wir mit dem BarCamp die Alumni-Arbeit des IfP auf eine neue Ebene der Professionalität gehoben. So macht das Spaß!